Spargel-Erbsen-Pasta mit Pecorino

Eine leckere Pasta darf von Zeit zu Zeit nicht fehlen. Mittlerweile sind verschiedene Pasta-Gerichte ein Standard für uns und stehen für ein schnelles Abendessen häufiger auf dem Programm. Nicht Low Carb, aber immer verdammt lecker und damit unverzichtbar!

Wenn man daran denkt, dass vor Jahrzehnten begonnen wurde in Deutschland Pasta vor allem mit Tomatensauce zu kochen (am besten noch auf Mehlschwitzen-Basis, eben gut deutsch 😉 ), dann kann man sich das heutzutage nicht mehr vorstellen. Seitdem hat sich auch bei den deutschen Nachkochern des italienischen Klassikers Einiges getan. Pastarezepte sind ein fester Bestandteil der deutschen Kochkunst geworden, aber nach italienischem Vorbild gut al dente gekocht und bei uns zumindest sehr selten mit Tomatensauce.

Heute wollen wir ein Pastarezept vorstellen, das perfekt in den späten Frühling passt. Ja, ja… etwas spät im Juli… manchmal kommen wir mit dem Bloggen nicht hinterher. Aber im Spezialitätenhandel gibt es immer noch Spargel. Oder einfach ersetzen mit Zucchini. Dies ist dann mit Sicherheit auch die biologischere Methode.

Rezept für 4 Personen

Zutaten

  • 400 g Spaghetti
  • 1 Bund grüner Spargel
  • 180 g tiefgekühlte Erbsen
  • 1 große rote Chili
  • abgeriebene Schale von 1 Zitrone
  • 80 ml Gemüsebrühe
  • 2 EL Olivenöl
  • 20 g Minzblätter
  • 50 g Rucola
  • 80 g Pecorino
  • Meersalz und Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung

Die Spaghetti in einem großen Topf mit kochendem Salzwasser al dente garen.
In der Zwischenzeit den Spargel putzen, die Spargelspitzen schräg abschneiden und mit der Mandoline oder dem Sparschäfer die Spargelstangen in lange, dünne Scheiben hobeln. Die Erbsen in einem Sieb unter fließendem warmen Wasser kurz auftauen und abtropfen lassen. Die Chili fein hacken, sowie die Minze und den Rucola grob hacken. Den Pecorino fein reiben.

Die Spaghetti nach der Kochzeit abgießen und warm halten. Das Olivenöl in einer großen Pfanne erwärmen. Die Spargelspitzen, die Zitronenschale und die Chili darin 1-2 Minuten dünsten. Nun nur noch alle restlichen Zutaten in die Pfanne geben und gut durchmischen, den Pecorino darunter heben und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Dauer: circa 30 Minuten
Schwierigkeitsgrad: mittel

Quelle:  donna hay simple dinners, AT Verlag

Bärlauchrisotto

Es geht weiter mit „Kochen nach Jahreszeiten“. Es kommt Bärlauch auf den Tisch. Wir lieben den Geschmack von Bärlauch unheimlich gerne. Unser Vorteil definitiv ist, dass wir ihn frisch gepflückt direkt aus dem Wald gepflückt bekommen. Daher haben wir jedes Jahr einen kleinen Weltuntergangsvorrat davon da.

Das Bärlauchrisotto ist dabei ganz klassisch hergestellt. Ganz am Ende wird der Bärlauch untergehoben. Unsere Bärlauchmenge ist auch nicht gerade wenig. Wer will kann die Menge natürlich nach Geschmack reduzieren. Schön passen zum Risotto die gerösteten Walnüsse.

Rezept für 2 Personen

Zutaten

  • 150 g Risotto-Reis
  • 1 Schalotte
  • 1 EL Olivenöl
  • 100 ml Weißwein
  • Gemüsebrühe, circa 500 – 750 ml
  • 60 g frischer Bärlauch
  • 1 große Hand voll frisch geriebener Parmesan
  • 50 g Butter
  • 1 Hand voll Walnüsse

Zubereitung

Die Schalotte klein würfeln und den Bärlauch in feine Streifen schneiden. Die Gemüsebrühe in einem Topf bei niedriger Temperatur ständig heiß halten.

Das Olivenöl in einem weiten Topf erhitzen und die Schalotten darin andünsten bis sie schön glasig sind. Den Reis zugeben und für 2 Minuten mitdünsten. Mit dem Weißwein ablöschen und den Weißwein schön einkochen lassen. Nun eine große Schöpfkelle von der Gemüsebrühe hinzugeben und unter Rühren erneut einkochen. Dies wiederholen bis der Reis al dente ist. Das dauert circa 25 bis 30 Minuten. Am Ende sollte noch so viel Flüssigkeit im Reistopf enthalten sein, dass eine cremige, aber noch flüssige Sauce enthalten ist. Diese wird gleich durch die Butter und den Parmesan gebunden. Zum Schluss den Bärlauch, die Butter und den Parmesan unterrühren. Den Topf mit Deckel für circa 5 Minuten stehen lassen.

Währenddessen die Walnüsse grob hacken und anrösten. Das Risotto auf den Tellern servieren und mit den Walnusskernen bestreuen.

Dauer: circa 45 Minuten
Schwierigkeitsgrad: mittel

Kastanienmehl-Pasta mit Schwarzwurzel und Radicchio

Es geht weiter mit unserem vegetarischen 4-Gang-Dinner. Gang Zwei steht auf dem Progamm und nach italienischem Vorbild gab es Pasta. Etwas Besonderes ist die Beimischung von Kastanienmehl. Das macht die Pasta nussiger im Eigengeschmack. Die Schwarzwurzeln und der Radicchio sind ein toller Begleiter.

Rezept für 4 Personen

Zutaten

  • 130 g Pastamehl ’00‘
  • 125 g Kastanienmehl
  • 1 Ei
  • 6 EL Olivenöl
  • 150-180 ml lauwarmes Wasser
  • 600 g Schwarzwurzeln
  • Saft von 1 Zitrone
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 1 Radicchio (ca. 2 Faust groß)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Honig
  • 3-4 EL Balsamico
  • 150 ml roter Traubensaft
  • 2 EL gekühlte Butter
  • Cayennnepfeffer
  • Salz und Pfeffer aus der Mühle
  • 50 g Grana Padano

Zubereitung

Das Pastamehl und das Kastanienmehl mit 1 TL Salz vermischen. Dann mit dem Ei, 1 EL Olivenöl und dem Wasser zu einem glatten Nudelteig kneten. Wasser entsprechend dosieren. Den Teig in Klarsichtfolie wickeln und für 30 Minuten ruhen lassen. Nach der Ruhezeit den Teig portionsweise mit der Nudelmaschine rollen und zu Bandnudeln schneiden. Die fertigen Bandnudeln auf einem bemehlten Küchentuch bis zum Kochen trocknen lassen.

In eine mittelgroße Schüssel Wasser mit 3/4 des Zitronensaft mischen. Die Schwarzwurzeln waschen, schälen und in circa 0,5 cm breite Scheiben schneiden. Die Schwarzwurzeln sofort in das Wasser geben, damit sie sich nicht verfärben. 3 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die abgetropften Schwarzwurzeln 5 Minuten anschwitzen. Mit Salz, Pfeffer, dem restlichen Zitronensaft, 1 EL Honig und dem Cayennepfeffer würzen. Mit 100 ml Gemüsebrühe angießen und für circa 10 Minuten bissfest mit geschlossenem Deckel garen. Anschließend den Deckel abnehmen, damit die Flüssigkeit verdunstet und die Schwarzwurzeln im übrigen Sud leicht karamellisieren.

Den Radicchio putzen und in Spalten teilen. Den Knoblauch schälen und fein hacken. 2 EL Olivenöl in einer weiteren Pfanne erhitzen. Den Knoblauch und den Radicchio von beiden Seiten leicht anbraten. 1 EL Honig zugeben und etwas karamellisieren, mit Salz und Pfeffer würzen. Radicchio herausnehmen und im Ofen bei circa 75 °C bis zum Servieren warm stellen. Die Bratreste mit dem Balsamico und dem Traubensaft ablöschen. Die Sauce bis zur Hälfte einkochen. Am Ende zum Binden die 2 EL kalte Butter mit einem Schneebesen unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In der Zwischenzeit Salzwasser zum Kochen bringen und die Pasta darin al dente kochen. Den Grana Padano reiben. Zum Servieren die Pasta mit den Schwarzwurzeln und dem Radicchio mischen und auf Teller geben. Die Sauce darüber geben und mit dem Grana Padano bestreuen.

Dauer: circa 60 Minuten + 30 Minuten Ruhezeit
Schwierigkeitsgrad: schwer

 

Käsespätzle

Wie versprochen, gibt es nun das Rezept für die Käsespätzle.

Da wir Käsespätzle oft auf Skiausfahrten machen und dort nicht immer ein Ofen vorhanden ist, haben wir eine Variante mit Freunden entwickelt, die komplett im Topf gekocht wird. Mittlerweile kochen wir die Käsespätzle gar nicht mehr im Ofen. Im Topf werden sie so schön cremig und käsig – einfach fantastisch.

Der Käse ist bei Käsespätzle ein bisschen die Geheimzutat. So würzig wie der Käse ist, so würzig werden am Ende auch die Käsespätzle. Wenn der Käse zu mild ist, werden die Käsespätzle auch lasch. Es gibt keine Möglichkeit, den Geschmack auf andere Weise zu intensivieren. Am besten eignet sich ein kräftiger Bergkäse. Im Allgäu gibt es sogar Käseverkäufer, die spezielle Käsemischungen für Käsespätzle verkaufen. Wir müssen wirklich sagen, dass diese wirklich fantastisch und schön würzig sind.

Rezept für 2 Personen

Zutaten

  • Portion frische Spätzle für 2 Personen
  • 100 ml Sahne
  • 2 EL Crème fraiche
  • 50-100 ml Gemüsebrühe
  • 200 g würziger Käse am Stück, z.B. Bergkäse
  • Salz, Pfeffer
  • 4-5 Zwiebeln
  • 1 EL Pflanzenöl
  • 1 TL Zucker

Zubereitung

Die frischen Spätzle, wie unter dem Link beschrieben, herstellen, portionsweise kochen und in kaltem Wasser abschrecken. Wenn alle Spätzle mit dem kalten Wasser fertig gekocht sind, die Spätzle über einem Sieb abgießen.

Für die geschmälzten Zwiebeln die Zwiebeln schälen und in halbe Ringe schneiden. Eine Pfanne mit dem Öl auf Mittelhitze erhitzen und die Zwiebeln hineingeben. Der Herdplatte auf Niedrighitze herunter drehen. Die Zwiebeln müssen langsam unter öfterem Rühren „schmelzen“ und dabei braun werden. Sie dürfen nicht anbraten. Dies dauert circa 30 Minuten.

Für die Käsespätzle den Käse reiben. In einem großen Topf Sahne, Crème fraiche und 50 ml Gemüsebrühe auf Mittelhitze erwärmen. Sobald die Sahnemischung schön warm ist, die Hälfte des geriebenen Käse hineingeben und schmelzen lassen. Nach und nach mehr Käse hineingeben. Hier kann schon ein erstes Mal mit Salz und Pfeffer gewürzt werden. Wenn der Käse vollständig geschmolzen, die Spätzle zufügen und alles gut durchrühren. Es soll eine sämige Sauce entstehen, notfalls mit Brühe oder Käsebeigabe variieren. Wem es noch nicht käsig genug ist, der kann noch mehr Käse hinzugeben. Am Ende mit Salz und Pfeffer würzen.

Wenn die Zwiebeln schön braun und weich sind, dann 1 TL Zucker in die Pfanne streuen und die Zwiebeln damit karamellisieren.

Die Käsespätzle auf Tellern mit den geschmelzten Zwiebeln servieren.

Dauer: circa 1 Stunde
Schwierigkeitsgrad: mittel

 

Selbstgemachte Spätzle

Heute ist mal wieder eine kleine Lehrstunde fällig… oder wie es in Masterchef so schön heißt – Masterclass!

Was natürlich in unserer Thüringisch-Schwäbischen-Beziehung nicht fehlen darf, sind frische Spätzle. Dafür ist der Herr des Hauses zuständig. Was sonst, er ist schließlich der Schwabe von uns beiden.

Eigentlich sind Spätzle nicht so schwer. Es braucht etwas Übung und eine Spätzlepresse oder Spätzlehobel als Hilfsmittel. Original werden Spätzle auf einem speziellen Spätzlebrett und Spätzleschaber geschabt. Dies ist schwierig und bedarf viel Übung. Wir machen dies manchmal, wenn wir Spätzle als Beilage servieren. Um sich den Anfang aber nicht unnötig schwer zu machen, empfehlen wir definitiv einen Hobel oder Presse.

Rezept

Zutaten für 2 Personen als Hauptgericht

  • 200 g Weizenmehl
  • 4 Eier
  • Salz
  • Olivenöl

Hilfsmittel

  • Holzkochlöffel mit Loch in der Mitte
  • Spätzlehobel

Zubereitung

Mehl in eine große Schüssel geben. Die Eier aufschlagen und mit einem Teelöffel Salz und einen Schuss Olivenöl zugeben. Nun mit dem Holzlöffel den Teig kräftig  verschlagen. Der Teig muss mindestens 10 Minuten verschlagen werden und am Ende Blasen werfen. Wenn man nicht weiß, ob der Teig fertig ist, lieber länger schlagen. Der Teig sollte am Ende zähflüssig sei, eher tropfen und nicht fließen. Notfalls die Konsistenz des Teiges mit etwas kaltem Wasser nachjustieren.

Salzwasser in einem großen Topf erhitzen. Das Wasser darf nur sieden, wenn die Spätzle hineinkommen. Nun mittels Spätzlehobel oder Spätzlepresse die Spätzle portionsweise direkt ins Wasser geben. Dafür beim Hobel den Teig in den Trichter geben und den Trichter langsam hin und her schieben. Die Spätzle sind gar, wenn sie alle oben am Wasserrand schwimmen. Spätzle mit einem Schaumlöffel aus dem heißen Wasser nehmen und in kaltem Wasser abschrecken.

Spaetzle_Hilfsmittel

Nun sind die Spätzle fertig zum Weiterverarbeiten oder auch servierfertig als Beilage. Das Rezept zu den oben abgebildeten Käsespätzle wird bald hinterher gepostet.

Viel Spaß!

Dauer: 3o Minuten
Schwierigkeitsgrad: mittel

 

Pasta mit gebräuntem Blumenkohl

Es ist Fastenzeit. Das heißt für uns 6 Wochen ohne Fleisch, Fisch, Schokolade, Knabberzeug und Alkohol. Ein Mal im Jahr sollte das möglich sein… Für Euch heißt das die nächsten 6 Wochen größtenteils vegetarische Gerichte. Ein paar nicht vegetarische Rezepte haben wir aber noch abfotografiert. Also vielleicht gibt es ab und zu Abwechslung.

Zuerst kommt ein Pastagericht auf den Tisch. Dem Foto nach zu urteilen, ist hier gar kein Gemüse enthalten. Aber dies täuscht. Die Sauce besteht aus Blumenkohl, der klein gehackt und schön langsam angebraten wird. Sicherlich auch ein Gericht um Kindern Blumenkohl unterzujubeln.

Rezept für 4 Personen

Zutaten

  • 400 g Pasta
  • 700 g Blumenkohl
  • 80 g Pinienkerne
  • 60 ml Olivenöl
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Hand voll Oregano
  • 2 EL Zitronenschale
  • 1 TL Chiliflocken
  • 1 EL Butter
  • Meersalz, frisch gemahlener Pfeffer
  • Parmesan zum Darüberstreuen

Zubereitung

Den Blumenkohl grob zerkleinern und mit den Pinienkernen in der Küchenmaschine fein hacken. Den Knoblauch mit dem Messer ebenfalls fein hacken. Das Olivenöl in einer große Pfanne auf Mittelhitze erhitzen. Den Knoblauch, die Blumenkohlmischung, den Oregano, Zitronenschale und Chili für circa 15 Minuten andünsten bis der Blumenkohl goldbraun ist. Dabei immer wieder umrühren. Am Ende die Butter in der Blumenkohlmischung schmelzen.

Inzwischen die Pasta in ausreichend kochendem Salzwasser al dente garen. Anschließend das Wasser abgießen. Zum Servieren die Blumenkohlmischung unter die Pasta heben und auf die Teller verteilen. Mit dem fein geriebenen Parmesan bestreuen.

Dauer: circa 30 Minuten
Schwierigkeitsgrad: leicht

Quelle:  donna hay THE NEW easy, AT Verlag

Pasta Bolognese

Ein italienischer Klassiker steht auf dem Programm – das Ragù alla Bolognese. Das Gericht kommt aus der schönen norditalienischen Stadt Bologna, die einen Besuch wert ist. Aber bei Italien darf man uns sowieso nicht fragen… da sind wir nicht besonders objektiv. Wir lieben sowohl Land und Essen und daher treibt es uns fast jedes Jahr hin, ob als Kurztrip übers Wochenende nach Norditalien oder als Urlaub etwas länger und dann auch südlicher.

Nun aber zum Rezept. Zu allererst müssen wir jedem leider die Illusion nehmen, der glaubt, dass es schnell zuzubereiten ist. Das Ragù alla Bolognese braucht Zeit, damit sich der volle Geschmack entfalten kann.
Zuerst muss ein Soffritto, eine Gemüsegrundbasis hergestellt werden. Anschließend kommt das Rinderhack und Pancetta dazu. Pancetta ist ein ungeräucherter (wichtig!)  Schweinebauchspeck, der der Bolognese noch einen richtigen Geschmacksschub gibt. Die Milch am Ende bindet alle Zutaten schön zusammen, sodass eine geschmackvolle, runde, vollmundige Sauce entsteht.

Rezept

Zutaten für 4 Personen

  • 75 g Karotten
  • 2 Stangen Staudensellerie
  • 75 g weiße Zwiebel
  • 75 g Olivenöl
  • 1 Thymianzweig
  • 1 Lorbeerblatt
  • 300 g Rinderhack
  • 100 g Pancetta oder ein anderer nicht geräucherter Schinken
  • 100 ml Rotwein
  • 400 g Tomaten aus der Dose (vorzugsweise Flaschentomaten)
  • 75 ml Milch
  • Salz, Pfeffer
  • 400 g Pasta
  • Parmesan

Zubereitung

Für das Soffritto das Gemüse sehr fein mit dem Messer schneiden oder in der Küchenmaschine fein hacken. Für Saucen ziehen wir mittlerweile Variante 2 vor, da es schnell geht und sehr fein wird. In der Küchenmaschine die Gemüsesorten separat hacken, da die Karotten länger brauchen als die anderen Gemüsesorten.
Das Öl in einer großen Pfanne bei Mittelhitze erwärmen. Das Gemüse und die Gewürze in das heiße Öl geben und für 15-20 Minuten andünsten bis das Gemüse schön weich ist. Dabei immer wieder umrühren.

In der Zwischenzeit den Pancetta schön fein schneiden. Wenn das Gemüse weich ist, das Rinderhack und den Pancetta zufügen. Alles zusammen für weitere 15-20 Minuten unter Rühren anbraten bis das Fleisch schön braun ist und das herausgetretene Wasser komplett verdampft ist. Nun wird es Zeit für den Wein. Dafür die Hitze hochdrehen und alles mit dem Wein ablöschen und für 5 Minuten erhitzen bis sichtbar ist, dass sich das Öl vom Rest separiert. Jetzt die Tomaten zugeben und die Tomatendose mit etwas Wasser ausspülen und das Tomatenwasser ebenfalls zugeben. Hitze auf Niedrighitze reduzieren und die Sauce für eine Stunde kochen lassen. Nachdem nun alles schön geschmort hat, die Milch zugeben, gut unterrühren und für weitere 30 Minuten kochen. Am Schluss mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Pasta in den letzten 30 Minuten der Kochzeit zubereiten und den Parmesan reiben. Die Pasta auf die Teller verteilen, das Ragù alla Bolognese darauf verteilen und mit Parmesan bestreuen.

Dazu passen traditionell gut Tagliatelle oder Spaghetti. Wir hatten nur noch Tortiglioni im Schrank. Dafür braucht man dann fast ein bisschen mehr Sauce, da in  den Löchern viel Sauce aufgesogen wird.

Dauer: circa 2, 5 Stunden
Schwierigkeitsgrad: leicht

Zucchini-Ricotta-Ravioli mit Tomatensauce

Und hier nun das Rezept zum Bild, das wir diese Woche schon gezeigt haben. Wie bereits gesagt, besonders für Ravioli mögen wir es, unseren Pastateig selbst zu machen. Gleichzeitig hat man damit die Freiheit, die Pasta zu füllen mit was man will. Da wir noch getrocknete Zucchini zu Hause hatten und sie weg mussten, war klar, mit was die Ravioli diesmal gefüllt werden. Dazu gesellt sich noch Ricotta um eine schöne Paste herzustellen.

Rezept

Zutaten für 4 Personen

  • 1x frische Pasta
  • 1 Hand voll getrocknete Zucchini
  • 2 Knoblauchzehen
  • 125 g Ricotta
  • 1 EL Olivenöl
  • Zitronensaft
  • Meersalz und Pfeffer aus der Mühle
  • 50 ml + 3 EL Olivenöl
  • 750 g Tomaten (z.B. Cherry-Tomaten), in Würfel geschnitten
  • 2 Zwiebeln, in kleine Würfel geschnitten
  • 4 Knoblauchzehen, klein gehackt
  • 3 Zweige Basilikumblätter, klein gekackt
  • Zucker, Meersalz und Pfeffer aus der Mühle
  • Parmesan, gerieben

Zubereitung

Den Pastateig wie im Rezept Frischer Pastateig beschrieben herstellen und in Frischhaltefolie wickeln bis er benötigt wird.

Die 50 ml Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und eine Zwiebeln und drei Knoblauchzehen darin andünsten, dann die Tomatenwürfel zugeben und einmal aufkochen. Dann alles bei kleiner Hitze für 50 Minuten kochen.

In der Zwischenzeit die getrocknete Zucchini für 10 Minuten einweichen, über einem Sieb abgießen, ausdrücken und klein schneiden. Knoblauchzehen schälen und grob klein hacken. Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, den Knoblauch darin anbraten, die klein geschnittenen Zucchini dazu geben und kurz anbraten. Die Mischung mit dem Ricotta in einem Mixer zu einer Pasta verarbeiten. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft nach Geschmack würzen.
Den Pastateig ausrollen und entweder per Hand oder mit dem Aufsatz der Pastmaschine mit der Zucchini-Ricotta-Paste füllen und in einzelne Ravioli teilen. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech die Ravioli einzeln auslegen bis sie gekocht werden müssen.

Die Tomatensauce durch die Flotte Lotte passieren, damit die Tomatenschalen herausgeholt werden. Die Pfanne säubern und die 3 EL Olivenöl auf Mittelhitze erwärmen. Die zweite Zwiebel und eine Knoblauchzehe hineingeben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Alles circa 7-10 Minuten andünsten bis alles schön weich ist.
Die passierte Tomatensauce zugeben und für weitere circa 15 Minuten kochen bis eine schöne sämige Sauce entstanden ist.

Für die Pasta, Salzwasser in einem großen Topf erhitzen. Sobald das Wasser kocht, die Ravioli hineingeben und für circa 5 Minuten kochen bis sie al dente sind. Danach die Ravioli abgießen.

Am Schluss die Tomatensauce nach Geschmack mit etwas Zucker, Salz und Pfeffer würzen und den Basilikum hineingeben.

Zum Anrichten die Ravioli in Pastateller geben, die Sauce darauf geben und mit Parmesan bestreuen. Lasst es Euch schmecken!

Dauer: circa 1 Stunde 20 Minuten
Schwierigkeitsgrad: schwer

Frischer Pastateig

Heute gibt es eine kleine Lehrstunde… hier kommt ein einfacher Pastateig zum Selbermachen. Wenn wir ein bisschen Zeit haben, dann stellen wir unseren Pastateig selbst her. Es ist superlecker und lohnt sich definitiv. Zumal ist es wirklich nicht schwierig. Mir persönlich macht das sogar richtig Spass und es wirkt auch etwas meditativ.

Also, hier der Aufruf… versucht Euren Pastateig selbst zu machen.

Rezept

Zutaten für 4 Personen als Hauptgericht

  • 200 g ’00‘ Mehl
  • 2 Eier

Zubereitung

Mehr entweder auf eine flache Küchenplatte oder in eine große Schüssel geben. In der Mitte des Mehlhaufens eine Mulde formen und die Eier reinschlagen.
Zuerst mit einem Messer, Eier und Mehl vom Muldenrand nach und nach zusammen mischen, bis eine dicke Pasta entstanden ist. Dann mit den Fingern den Rest des Mehls einarbeiten. Und dann kneten, kneten, kneten… bis der Teig einen schönen flexiblen, aber festen Ball geformt hat. Wenn er immer noch ein bisschen an der Hand klebt, einfach etwas Mehl zugeben. Wenn der Teig zu trocken ist (und viele Risse hat), dann einen Tropfen Wasser einkneten. Insgesamt muss der Teig 5 bis 10 Minuten geknetet werden.
Ihr könnt feststellen, ob der Teig ausreichend geknetet ist, indem ihr ihn in der Mitte aufschneidet. Sind an den Schnittflächen viele kleine Blasen zu sehen, ist er lang genug geknetet.

Nun muss der Pastateig für 20 Minuten ruhen. Dafür am besten leicht bemehlen und in Klarsichtfolie einwickeln.
Anschließend muss die Pasta ausgerollt werden. Dazu den Pastateig mit einem Teigroller oder mit der Hand flach drücken, so dass er durch die Rollen der Pastamaschine passt. Die Maschine auf die weiteste Einstellung einstellen und den Pastateig durchrollen. Pastateig mit etwas Mehl besteuben und erneut durchrollen. Anschließend die Pastamaschine stückchenweise auf engere Stufen einstellen und den Ausrollprozess wiederholen, bis man die dünnste Einstellung errreicht hat. Nun den Teig mit dem entsprechenden Aufsatz in Fettucine oder Taglioni schneiden. Natürlich kann die Pasta auch gefüllt und Ravioli hergestellt werden.

Ihr könnt den Teig natürlich auch mit dem Teigroller ausrollen. Dafür den Teig in leicht händelbare Stückchen teilen und ausrollen. Dies ist etwas zeitaufwändiger. Nun die ausgerollten Teigstücke von beiden Seiten zur Mitte einrollen und mit einem großen Küchenmesser in Streifen teilen. Das Messer in der Mitte unter die geschnittenen Nudeln schieben und mit dem Messerrücken nach oben gerichtet anheben. Die einzelnen Pastastreifen werden sich von den beiden Messerseiten abwickeln. Aufgehängt auf einem Stock oder Küchenlöffel trocknen oder sofort kochen.

Viel Spaß!

Dauer: 45 Minuten
Schwierigkeitsgrad: mittel

Bärlauch-Sonnenblumenkern-Pesto

Wie mögen es unsere Pestos selbst zu machen. Geschmacklich sind sie um einiges besser als die Gekauften und schwierig ist es auch nicht. Es lohnt sich, wenn man gerade dabei ist, ein paar Gläser mehr herzustellen. Pesto hält sich sehr gut im Kühlschrank.

Bei uns gab es gestern Bärlauchpesto. Wir hatten den Bärlauch bereits vor einiger Zeit klein geschnitten und in einem Einweckglas im Kühlschrank zwischengelagert. Das Pesto ist sehr bärlauchig, man sollte den Geschmack also schon mögen. Der Schuss Zitrone gibt dem Ganzen eine frische Note.

Das fertige Pesto kann nicht nur zur Pasta serviert werden, auch als Vorspeise auf Crostini ist es sehr lecker.

Rezept

Zutaten für 3 Gläser

  • 60 g Sonnenblumenkerne
  • 60 g Parmesan
  • 120 g Bärlauch
  • 200 ml Sonnenblumenöl
  • Saft einer halben Zitrone
  • ca. 1 TL Salz

Zubereitung

Den Bärlauch putzen und grob klein hacken. Die Sonnenblumenkerne in einer Pfanne rösten. Beides mit den Parmesan und Sonnenblumenöl in einem Mixer klein pürieren. Nach Geschmack mit Salz und Zitronensaft würzen.

Zur Aufbewahrung in warm ausgespülte Gläser umfüllen und mit etwas zusätzlichem Öl bedecken um es haltbar zu machen.

Dauer: circa 15 Minuten
Schwierigkeitsgrad: leicht