Linzer Plätzchen

Der Endspurt für die Plätzchenrezepte beginnt. Heute kommt ein weiteres Mürbeteig-Plätzchen unter die Schreibfeder. Die Linzer Plätzchen – leckere kleine Doppeldecker, gewürzt mit Nelken und Zimt und gefüllt mit Pflaumenmus. Eine tolle Kombination, die mittlerweile zu einem Standard-Weihnachtsrezept avanciert ist, auch wenn es kein klassisches Thüringer Rezept ist. Dafür kommt bei uns nur das Thüringer Pflaumenmus zum Einsatz. 😉

Rezept

Zutaten

  • 210 g Butter oder Margarine
  • 170 g Mehl
  • 100 g feiner Zucker
  • 100 g ungeschälte geriebene Mandeln
  • 1/2 TL Nelken
  • 1 TL Zimt
  • Pflaumenmus
  • Vollmilchkuvertüre

Zubereitung

Butter oder Margarine mit dem Zucker cremig rühren. Mehl, Mandeln und die Gewürze zugeben und alles gut verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für circa 1 Stunde kalt stellen.

Den Backofen auf 180 °C vorheizen.
Den Teig ausrollen und kleine, runde Taler ausstechen. Die Taler auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Circa 10 Minuten backen und dann auskühlen lassen.

Jeweils 2 Plätzchen mit Pflaumenmus aufeinander setzen und anziehen lassen. Schokolade über Wasserbad schmelzen. Die Linzer Plätzchen je zur Hälfte durch die Kuvertüre ziehen und auf ein Backpapier legen bis die Kuvertüre fest geworden ist

Dauer: 40 Minuten Zubereitungszeit, 1 Stunden Kühlzeit + Backzeit
Schwierigkeitsgrad: mittel

 

Walnusstaler

Die Plätzchenrezepte müssen raus in den Blog. Also auf zum 5. Rezept – Walnusstaler. Keine Plätzchensorte, die wir jedes Jahr backen. Das Rezept selbst ist nicht so schwer, da es ein klassischer Mürbeteig ist. Die Verzierung dauert etwas länger, da sowohl Zitronenglasur angerührt als auch Schokolade geschmolzen werden muss. Das Originalrezept war mit Haselnüssen. Da wir aber immer zu viele Walnüsse aus privatem Anbau im Haus haben, haben wir es einfach 1:1 ersetzt.

Rezept

Zutaten

  • 125 g Butter oder Margarine
  • 125 g Zucker
  • 1 EL Rum
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • 50 g gemahlene Walnüsse
  • 175 g Weizenmehl
  • 25 g Speisestärke
  • 50 g Vollmilchschokolade
  • 100 g Puderzucker, gesiebt
  • Zitronensaft
  • Haselnuss-Krokant

Zubereitung

Butter oder Margarine mit dem Zucker cremig rühren. Den Rum und das Ei hinzufügen. Dann stückchenweise das Salz, die Walnüsse, das Mehl und die Speisestärke mit den Knethaken des Handrührgerätes unterrühren. Den Teig zu einer Rolle von circa 4 cm Durchmesser formen, in Frischhaltefolie wickeln und für 1 Stunde im Kühlschrank kalt stellen.

Nach der Kühlzeit den Backofen auf 175  °C vorheizen.
Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und  in circa 1/2 cm dicke Scheiben schneiden. Die Taler auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und circa 12-15 Minuten backen.

Die Plätzchen nach dem Backen gut auskühlen lassen. Für die Zitronenglasur den gesiebten Puderzucker mit 1 EL heißem Wasser und circa 1 EL Zitronensaft mischen. Es muss eine schöne dickflüssige Masse entstehen. Zitronensaft entsprechend regulieren. Die Zitronenglasur über die Plätzchen von circa 20 cm Abstand mit Hilfe eines Löffels verteilen. Die Schokolade schmelzen und ebenso über die Plätzchen geben. Solange die Schokolade noch flüssig ist, mit Haselnuss-Krokant bestreuen.
Alles gut trocknen lassen. Dies dauert mindestens 1 Stunde.

Dauer: 40 Minuten Zubereitungszeit, 1 Stunden Kühlzeit + Backzeit
Schwierigkeitsgrad: mittel

Sandgebäck

Neben den vielen Standard-Plätzchen, die jedes Jahr gebacken werden „müssen“, probieren wir auch immer wieder Neue aus… für ein bisschen Abwechslung. 😉

Eines von diesen Rezepten war dieses Jahr das Sandgebäck aus dem Buch „Die hohe Schule der Patisserie“ von Christophe Felder. Übrigens ein umfassendes, sehr empfehlenswertes Buch rund um die Patisserie.

Rezept

Zutaten

  • 1 unbehandelte Zitrone
  • 1 unbehandelte Orange
  • 250 g Mehl
  • 125 g feiner Zucker
  • 65 g gemahlener Zimt
  • 1 Msp. Backpulver
  • 1 Prise gemahlener Anis
  • 125 g weiche Butter oder Margarine
  • 1 Ei und 2 Eigelb
  • 15 ml Orangenblütenwasser
  • 1 TL Kirschwasser

Zubereitung

Mehl, Zucker, gemahlene Mandeln, Zimt, Backpulver und Anis mischen und in eine große Schüssel geben. Jeweils von 1/4 der Zitrone und Orange die Schale abreiben. Die Butter oder Margarine in kleine Stücke schneiden und mit dem Abrieb zu der Mehlmischung geben. Alles zwischen den Händen zerreiben bis eine feinkrümelige Masse entsteht. Nun das Ei, ein Eigelb, das Orangenblütenwasser und das Kirschwasser dazugeben. Alles gut durchkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Backofen auf 180 °C vorheizen.

Den Teig nach der Ruhezeit circa 2 Millimeter dick ausrollen. Nach Belieben verschiedene Motive ausstechen. Das zweite Eigelb in einer kleinen Schüssel verschlagen. Die Plätzchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und mit  dem verquirlten Eigelb bestreichen. Die Plätzchen für circa 10-15 Minuten backen.

Dauer: 30 Minuten Vorbereitungszeit, 2 Stunden Kühlzeit + Backzeit
Schwierigkeitsgrad: mittel

 
Quelle: Die hohe Schule der Patisserie, Christian Verlag GnbH

Rumplätzchen

Ein weiteres Rezept von der Thüringer Familie. Auch diese gibt es standardmäßig jedes Jahr zur Weihnachtszeit – die Rumplätzchen. Das einfachste Plätzchenrezept überhaupt.

Wer keinen Alkohol mag (auch wenn er sich „wegbackt“), der kann es durch Rumaroma ersetzen oder ganz weglassen. Dann sind es zwar keine „Rumplätzchen“ mehr, schmecken aber trotzdem. 😉 Wer Rum benutzt, der sollte dann einen guten, hochprozentigen Rum nehmen. Wir haben Stroh Rum benutzt.

Rezept

Zutaten

  • 175 g Butter oder Margarine
  • 100 g Zucker
  • 3 Eigelb
  • 4 EL Rum
  • 200 g Mehl
  • 75 g Schokoladenstreusel

Zubereitung

Herd auf 180 °C vorheizen.
Die Margarine und den Zucker mit dem Rührgerät schaumig rühren. Dann alles weiteren Zutaten untermischen. Alles in einen Spritzbeutel mit großer Tülle füllen. Die Plätzchen mit circa 5 cm auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech spritzen und circa 10 Minuten backen. Darauf achten, dass die Plätzchen nicht zu dunkel werden. Das kann sehr schnell passieren.
Aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und schon sind sie fertig!

Wer keinen Spritzbeutel hat, der kann auch einen Gefrierbeutel nehmen und nach dem Befüllen einfach eine der unteren Ecken entsprechend aufschneiden.

Dauer: 15 Minuten Vorbereitungszeit + Backzeit
Schwierigkeitsgrad: einfach
 

Kakaokugeln

Plätzchen, die 2.! Und damit kommt Mele´s Lieblingsplätzchen in den Blog. Wunderbar schmecken sie nach Kakao. Die Haselnuss könnte man nach ihr auch weglassen, aber irgendwie runden diese erst den Geschmack ab.

Ein ganz wichtiger Punkt ist zu beachten: Als Speisestärke darf wirklich nur Weizenin verwendet werden. Das Rezept kommt aus Mele´s Heimat Thüringen. Dort bekommt man das überall. Aber selbst im Schwabenländle bekommt man Weizenin in großen Supermärkten.
Wenn eine andere Speisestärke benutzt wird, laufen die Plätzchen auseinander und bleiben nicht in Form. Vielfach wurde ein Ersatz in der eigenen Familie versucht und immer wieder sind wir gescheitert…

Rezept

Zutaten

  • 250 g Margarine
  • 1 Päckchen Vanillezucker (oder vergleichbare Menge selbst hergestellter Vanillezucker)
  • 100 g Puderzucker
  • 250 g Weizenin
  • 75 g Mehl
  • 30 g Kakao
  • ganze Haselnüsse
  • Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung

Herd auf 180 °C vorheizen.
Die Margarine mit dem Rührgerät schaumig rühren. Dann den Vanille- und Puderzucker unterrühren. Mehl, Weizenin und Kakao gut mischen und nach und nach ebenfalls unterrühren. Am Ende kurz mit der Hand kneten.

Aus dem Teig kleine Kugeln formen und eine Haselnuss hineindrücken. Mit circa 3 cm Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen. Die Plätzchen circa 10 Minuten backen. Darauf achten, dass sie nicht schwarz werden.

Nach dem Backen kurz abkühlen lassen, aber noch warm in den gesiebten Puderzucker tunken.

Dauer: 15 Minuten Vorbereitungszeit + Backzeit
Schwierigkeitsgrad: einfach

 

Vanillekipferl

Advent, Advent… ein Lichtlein brennt… und bei uns steht der Ofen nicht mehr still. Es ist Plätzchenbackzeit… die liebste Backzeit im Jahr. Fast alle Rezepte sind aus der Familie überliefert. Manche sind bei dem einen oder anderen in alten Rezeptbüchern sicherlich ähnlich zu finden.

Als erstes Rezept kommen ganz klassisch die Vanillekipferl daher. Man kann es auch mit normalem Vanillezucker machen, aber der Vanillegeschmack kommt bei Weitem nicht so gut raus, wie mit echter Vanille.
Das Rezept ist über Jahre auch an diversen Kollegen getestet wurden. Und alle mögen dieses Rezept von den Plätzchenrezepten am liebsten. Daher sind sie auch immer zuerst alle.

Rezept

Zutaten

  • Mark einer  Vanilleschote
  • 100 g feiner Zucker
  • 100 g weiche Butter oder Backmargarine
  • 75 g gemahlene Mandeln
  • 1 Eigelb
  • 100 g Mehl
  • 50 g Speisestärke
  • 1 Prise Salz
  • 3-5 EL Vanillezucker (am besten selbst hergestellt)

Zubereitung

Die Butter oder Margarine mit dem Handrührgerät in einer hohen Schüssel cremig rühren. Anschließend den Zucker, das Eigelb, das Salz und das ausgekratzte Vanillemark unterrühren. Nun das Mehl, die Speisestärke und die gemahlenen Mandeln mischen und langsam erst mit den Knethaken untermengen. Am Schluss schnell einen festen Teig kneten. Wenn der Teig fest und und geschmeidig ist, zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Den Ofen auf 175 °C vorheizen. Den Teig in kleine Stücke teilen und zu Rollen von circa 1 cm Durchmesser formen. Die so entstandene Rolle in 1,5 cm Stücke teilen. Diese wiederum in der Hand zu Kugeln formen, dann auf dem Backbrett zu kleinen Rollen mit der Hand ausrollen und zu Kipferln formen. Die Kipferl mit circa 2 cm Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. So verfahren bis der ganze Teig verbraucht ist.
Alles nacheinander für circa 10 Minuten backen. Darauf achten, dass die Kipferl nicht zu dunkel werden. Nachdem die Kipferl aus dem Ofen kommen, sie kurz auskühlen lassen und dann noch heiß im Vanillezucker wälzen.

Dauer: 1 Stunde + 2 Stunden Kühlzeit
Schwierigkeitsgrad: mittel